Der evangelisch-reformierte Pfarrer Christoph Knoch präsidierte die Arbeitsgemeinschaft der Kirchen Bern (AKB) seit 2004. Davor war er drei Jahre Delegierter für die reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn. Per Ende Jahr übergibt er das Amt nun an die lutherische Pfarrerin Renate Dienst, wie die AKB mitteilt. Die Übergabe wurde bereits am 12. November im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes gefeiert.
An der Feier nahmen demnach Judith Pörksen, Synodalratspräsidentin der reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn, der christkatholische Bischof Frank Bangerter und die Generalsekretärin der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz, Anne Durrer, teil. Der Basler Bischof Felix Gmür übermittelte laut Mitteilung eine Grussbotschaft.
Ökumenische Ostervespern und Mahlfeiern
Wie Knoch in der Einladung zur Feier schrieb, gehörten die ökumenischen Ostervespern, die seit 2011 gefeiert wurden, zu den Höhepunkten seiner Präsidiumszeit. In seine Amtszeit fiel auch die Überarbeitung der Statuten, zudem wurde die neuapostolische Kirche in die AKB aufgenommen.
Heinz Bichsel, designierter Vizepräsident der AKB, würdigte Knochs Engagement für die Gastfreundschaft unter den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft, insbesondere auch für gemeinsame Mahlfeiern. Bei diesen manchmal schwierigen Fragen habe Knoch grossen Wert gelegt auf «einen sorgfältigen und respektvollen Umgang mit Differenz», ohne den Horizont «auf dass sie alle eins seien» aus den Augen zu verlieren, sagte Bichsel gemäss Redetext.
Zu den von Knoch mitgestalteten Formaten gehörten auch die ökumenischen Mahl-Feiern, die seit den 1980er-Jahren in der Krypta der römisch-katholischen Dreifaltigkeitskirche Bern stattfanden. Diese hätten damals Paaren verschiedener Konfessionen die gemeinsame Teilnahme am Abendmahl ermöglicht. Ende Oktober fand laut Mitteilung die letzte dieser Feiern statt. Die Teilnahme von Menschen anderer Konfessionen an den Gottesdiensten mit Abendmahl oder Eucharistie sei inzwischen selbstverständlich geworden. (sys)