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Starttag Erstkommunion

Gemeinschaft erleben und stärken – im Pastoralraum Oberland

Sara De Giorgi, Katechetin in Thun und Spiez

Der Starttag zur Erstkommunion ist dazu gedacht, Gemeinschaft zu erleben und zu stärken. ­Gemeinsam machen wir uns auf den Weg – die Erstkommunionkinder, ihre Eltern und Begleitpersonen. Miteinander und im Glauben. Das Wort Kommunion kommt vom lateinischen communio und bedeutet Gemeinschaft. Gemeinschaft entsteht dort, wo Menschen zusammenkommen, miteinander reden, sich austauschen, über ihren Glauben nachdenken, Fragen stellen und vielleicht auch zweifeln. Jesus sagt: «Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.»

Am Ende des Erstkommunionweges steht die Feier der Eucharistie. Eucharistie bedeutet Danksagung. Wir nehmen die Einladung Jesu an und treten in Gemeinschaft mit ihm und miteinander. Diese Gedanken bilden die Grundlage für unseren Starttag am 13. September in der Kirche St. Martin in Thun. Wir beginnen den Tag mit einem ­gemeinsamen Gottesdienst. 
Danach sind wir in verschiedenen Ateliers unterwegs. Dort ­begegnen wir biblischen Geschichten und beschäftigen uns mit Fragen wie: «Was bedeutet Gemeinschaft für uns? Was verbindet uns miteinander und mit Jesus? Was bedeutet es, mit ­Jesus auf dem Weg zu sein? Wie kann die Verbindung zu Gott unseren Glauben ­stärken?»

Daneben gibt es auch ganz praktische Ateliers, bei denen wir unsere Kirche und Pfarrei entdecken können. Wir lernen zum Beispiel die Orgel kennen und dürfen entdecken, welche Schätze sich in der Sakristei befinden und wofür die verschiedenen Gegenstände im Gottesdienst gebraucht werden. Auch der Jugendraum gehört dazu. Dort darf Billard gespielt, getanzt oder einfach gemeinsam gechillt werden. Denn Gemeinschaft und Kirche bestehen nicht nur aus Beten und Glaubenswissen. Es geht auch darum, miteinander Zeit zu verbringen, Spass zu haben und sich kennenzulernen. Natürlich darf an diesem Tag auch das gemeinsame Essen nicht fehlen. Gerade beim Zusammensitzen, Reden, Lachen und Teilen kann Gemeinschaft ganz konkret erfahrbar werden.

Gleichzeitig erleben wir, dass sich unsere Gesellschaft verändert. Immer weniger Familien ­leben den Glauben selbstverständlich im Alltag, und auchdie Zahl der Kinder, die sichauf den Erstkommunionweg ­machen, wird kleiner. Vielleicht wird es deshalb in Zukunft auch Veränderungen beim Starttag geben. Doch unabhängig davon, in welcher Form er weitergeführt wird, bleibt etwas Wesentliches bestehen: die Einladung Jesu, miteinander ­unterwegs zu sein, ­Gemeinschaft zu suchen und unseren Glauben lebendig werden zu lassen. Wie diese Gemeinschaft künftig aussehen wird, dürfen wir vielleicht gemeinsam neu entdecken.