Nächstenliebe – ein Delikt? Am 15. September wurden im Bundeshaus 11'243 Unterschriften gegen das Solidaritätsdelikt eingereicht. Die Petition fordert, das Ausländer- und Integrationsgesetz anzupassen – wer Geflüchteten aus humanitären Motiven hilft, soll straffrei bleiben. Auch Alt-Bundesrätin Ruth Dreifuss unterstützt die Petition.
Am 9. September hat das Berner Kantonsparlament entschieden, dass Firmen weiterhin Kirchensteuern zahlen sollen. Marie-Louise Beyeler, Präsidentin des katholischen Landeskirchenrats, schätzt den Beschluss als Ausdruck von Vertrauen gegenüber der Arbeit der Kirchen. Jetzt sei zu prüfen, wie die Verwendung und Wirkung der Gelder «verständlicher und transparenter sichtbar» gemacht werden könne.
Kurt Marti engagierte sich gegen Atomwaffen, gründete die entwicklungspolitische Organisation «Erklärung von Bern» (heute «Public Eye») mit und publizierte kritische Aufsätze, Gedichte und Aphorismen. Ein neu gegründeter Verein möchte das Werk des reformierten Berner Pfarrers und Schriftstellers öffentlich präsent halten – es sei «zu lebendig, um in Bücherregalen zu verstauben.»
Zum Gebetstag für Missbrauchsbetroffene vom 18. November haben die Schweizer Bischofskonferenz und das Liturgische Institut Fürbitten und Gebete vorgelegt. Vreni Peterer, Präsidentin der IG Missbrauchsbetroffene im kirchlichen Umfeld, hat diese Materialien aus ihrer Sicht als Betroffene kommentiert.
Wir wünschen Ihnen eine nachdenkliche Lektüre.
Redaktion «pfarrblatt» Bern
Über 11'000 Unterschriften für Solidarität mit Geflüchteten
Am 15. September fand in Bern eine Konferenz zur Abschaffung des Solidaritätsdelikts statt. Die daraufhin eingereichte Petition fordert, das Ausländer- und Integrationsgesetz so anzupassen, dass Menschen, die Geflüchteten aus humanitären Motiven helfen, straffrei bleiben.
Berner Landeskirchen erleichtert über Steuerentscheid
Das Berner Kantonsparlament hat entschieden, dass Firmen weiterhin Kirchensteuern zahlen sollen. Die Landeskirchen werten dies als Ausdruck des Vertrauens in ihre Arbeit.
Verein will Verbreitung von Kurt Martis Werk fördern
Das Werk des Berner Theologen Kurt Marti soll in der Öffentlichkeit präsent bleiben. Dafür will sich der Kurt Marti-Förderverein einsetzen, der am Mittwoch,16. September, gegründet wird.
Gebetstag für Missbrauchsbetroffene - Einschätzung einer Betroffenen
Wie beurteilen Betroffene die Materialien der Schweizer Bischöfe für den Gebetstag für Missbrauchsbetroffene? Vreni Peterer, Präsidentin der IG Missbrauchsbetroffene im kirchlichen Umfeld, gibt eine Einschätzung der Texte.