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Trump (r) fühlt sich von Papst Leo angegriffen, der nur das Evangelium verkündete. Fotos: Edgar Beltran, Daniel Torok

Schweizer Bischöfe stellen sich hinter Papst Leos Kritik an Trump

Die Schweizer Bischofskonferenz solidarisiert sich mit Papst Leo XIV. Dieser hatte den Angriff der USA und Israels auf den Iran verurteilt und war daraufhin von US-Präsident Donald Trump beschimpft worden.

 

«Es geht in den Worten des Papstes nicht um polemische Auseinandersetzungen, sondern um die Verankerung grundlegender christlicher und humanitärer Werte», schreiben die Schweizer Bischöfe in einer Medienmitteilung. Krieg, Zerstörung und die Relativierung menschlichen Lebens stünden im Widerspruch zum Geist des Evangeliums und dem Auftrag der Kirche, «Anwältin des Friedens und der Versöhnung zu sein.» 

Nachdem sich bereits einzelne Bischöfe und Äbte zur Kritik von Trump an Papst Leo geäussert hatten, wollen die Bischöfe ihre Haltung gemeinsam bekräftigen: «Die Kirche darf und muss ihre Stimme erheben, wenn die Würde des Menschen, der Frieden und das menschliche Leben selbst in Frage gestellt werden», so die Mitteilung weiter. 

Friedensstiftende Botschaft des Evangeliums

Donald Trump hatte Papst Leo am Wochenende auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social als «schwach» gegenüber Kriminalität und eine «Katastrophe» in der Aussenpolitik bezeichnet. Dies als Reaktion auf Papst Leos Aussage, der Angriff der USA und Israels auf den Iran sei «wahrlich inakzeptabel». Am Montag (13.4.) lehnte Trump eine Entschuldigung für seine Äusserungen über den Papst ab mit der Begründung, dieser liege falsch. 

Leo XIV. kommentierte die Äusserungen Trumps mit den Worten: «Ich fürchte weder die Trump-Regierung noch das offene Aussprechen der Botschaft des Evangeliums.» Er sei kein Politiker und wolle sich nicht auf eine Debatte mit Trump einlassen. «Aber wir glauben als Friedensstifter an die Botschaft des Evangeliums.» sys