Schöpfung – ein Wort, das die einen nicht mehr kennen und die anderen ganz leger und inflationär gebrauchen.
Schöpfung ist ein ganz und gar theologisches, religiöses Wort: denn da etwas geschaffen wird, braucht es eine schaffende Person, und diese nennen wir – da es nicht um Einzeldinge geht, sondern um ALLES, das Sein als Solches – Gott.
Schöpfung ist also nicht gleichbedeutend mit Erde oder Welt, oder Natur, oder was man sich sonst vorstellt, sondern der Bezug, das Verdanktsein zu Gott.
Erntedank kennt man schon lange in vielen Kulturen und Religionen - bei den einen jahreszeitlich, bei anderen situativ (z. B. Kenia usw.). Die «Schöpfungszeit», in der wie uns diesem Thema, wie auch zu anderen Zeiten und Themen (Fasten, Missio, Interel, Flucht,...) besonders widmen, wurde offiziell seit einigen Jahren auf die Wochen vom 1. September (orth.) bis 4. Oktober (Andenken vom Hl. Franziskus von Assisi) festgelegt. Diese Phase ist fest im Seelsorge-Kalender verankert. Seit über 30 Jahren engagiert sich der ökum. Verein Kirche und Umwelt thematisch, liturgisch und politisch für das Bewusstsein und damit auch für die Bewahrung der Schöpfung.
Weltlich wird mittlerweile auch mit dem Schlagwort «Klimawandel» nach und nach bewusst, dass die Erde unsere Basis ist und die ganze Welt gemeinsam dafür verantwortlich ist. Und die Welt sind nicht «die da oben», wer auch immer das sei, sondern jede und jeder einzelne von uns. Wer einmal eine praktische/weltliche Anregung möchte, kann entsprechende Anregungen gerne nicht nur im Fernsehen Fernsehtipp (ard- eltern und klimatochter), sondern auch in den Kirchen und auf deren Websites finden.
Unsere Verantwortung hat nichts mit der politischen Ausrichtung oder wissenschaftlichen Plausibilitäten zu tun, sondern erwächst allein aus unserer Dankbarkeit, unserer Freude und Liebe zu Gott und ist unser ehrendes und ehrliches Lob an Ihn.