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Das Landeskirchenparlament im Berner Rathaus. Foto: R. Spiga

Parlamentssitzung der Landeskirche: Fokus Seelsorge

Das Parlament der röm.-katholischen Landeskirche des Kantons Bern tagte am 5. Juni im Berner Rathaus.

Christian Grass, Kommunikationsverantwortlicher Katholische Kirche Biel 

05. Juni 2026, Rathaus Bern: 56 Abgeordnete (von 64) des Landeskirchenparlaments sind aus den verschiedenen Regionen des Kanton Bern im historischen Rathaus Bern eingetroffen. Insgesamt 14 Traktanden sollen in diesem Politischen Zentrum, das die Landeskirche für ihre Parlamentssitzungen nutzt, präsentiert, besprochen und darüber in Teilen abgestimmt werden. Gäste, wie Bischofsvikar Georges Schwickerath, sahen der Sitzung «gelassen entgegen».

Wenn die Landeskirche tagt, soll auch dem Wort Gottes Gehör geschenkt werden. Sein Wort sollte in alle menschlichen Entscheidungen, die meist zu einem «Ja» oder «Nein» führten, einfliessen. Daran erinnerte die Regionalverantwortliche für die Bistumsregion St. Verena, Edith Rey Kühntopf zu Beginn der Sitzung.

Wahlen

Das Traktandum 4 beinhaltete die «Ergänzungswahlen», welche bereits unterschiedliche Entscheidungen der Anwesenden voraussetzten. Der Präsident des Parlaments, Michel Conus moderierte die Wahlen: Valentin Lagger (Staatssekretariat für Wirtschaft, Schulungswesen SECO) wurde als Vizepräsident des Parlaments bestätigt.

Frau Sandra Debboubb (medizinisch-soziale Aufgaben und Lebens- und Karrierementorin für berufliche Neuorientierung) wurde als Mitglied der Geschäftsprüfungskommission gewählt.

Herr Jean-Marc Elmer (Journalist und Pädagoge) ist neu Mitglied des Landeskirchenrats.
 


Jahresbericht 2025

Ein Augenmerk dieser Parlamentssitzung der Landeskirche lag auf dem «Jahresbericht 2025», den Robert Zemp (Landeskirchenrat) vorstellte.

Deutlich wird darin: Die Spezialseelsorge begleitet Menschen in belastenden Lebenssituationen, ob Patienten im Spital, Asylsuchende in Rückkehrzentren oder Heimbewohner und Menschen in Palliativzentren.

Der Jahresbericht 2025 macht diese Arbeit deutlich, da er Menschen eine Stimme gibt, die in der Praxis Seelsorge respektvoll und unabhängig von Herkunft, Religion und Lebensgeschichte, ausüben.

Notruf 143

Die Notrufnummer 143 stand im Fokus: Sie gehört der «Dargebotene Hand Bern»: Hand reichen, - jenen Menschen in schwierigen Lebenssituationen, oder jenen Menschen, die voller Sorge sind. Dieses anonyme und unentgeltliche Angebot hilft Vielen. Eine neue Beitragsvereinbarung garantiert ab sofort der 143.ch Planungssicherheit für die nächsten sechs Jahre.

Jahresrechnung 2025

Philippe Groux (Landeskirchenrat) stellt schliesslich die Jahresrechnung 2025 vor: Das Ergebnis ist besser als vorab budgetiert. Der Ertrag lag bei 19.3 Mio. Schweizer Franken, der Aufwand bei 19.0 Millionen Franken. Der Ertragsüberschuss von knapp 369'000.- Franken ergibt sich vor allem aus den vakanten, also nicht besetzten Stellen.

Weitere Themen waren: Die digitale Transformation, welche von der Landeskirche intensiv entwickelt wird: Ende Juni gehe die neue Website kathbern.ch in Betrieb.

Das Parlament beschloss eine Verlängerung der Laufzeit des Projektes «Seelsorge für Menschen mit Behinderungen». Das Projekt startete mit einiger Verzögerung. Es solle nun ergebnisorientiert aufgebaut werden.

Die externe «Aufsichtsstelle Datenschutz» der Firma Insecor GmbH (Liliane Mollet) wurde gewählt und beauftragt.

Postulat Reinhard

Postulat Reinhard: Die Präsidentin der Landeskirche, Marie-Louise Beyeler, sprach zum Thema «Postulat Reinhard» (Freiwillige Kirchensteuer für Juristische Personen). Sie betonte, dass Politiker:innen durch uns aufgeklärt und informiert werden müssten, wie nämlich Kirchen die Steuern der Juristischen Personen verwendeten: Für Leistungen, die der gesamten Gesellschaft zugutekommen.

Ruhestand: Frau Edith Rey Kühntopf und Herrn René Löffler wurde für ihre langjährige, wichtige und engagierte Arbeit gedankt.