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Foto: © bvs Bruder Klaus, Böckten

«Kerzen- und Blasiussegen»

Zum 2. und 3. Februar

Diakon Martin Tanner, Burgdorf

Wahrscheinlich haben Sie die Krippe und den Weihnachtsbaum bereits abgeräumt. Spätestens nach Dreikönig wird alles wieder verpackt und verräumt bis zur kommenden Weihnacht.

Wer Ende Januar eine Kirche im süddeutschen Raum besucht, wird überrascht sein, dort die Krippen und Weihnachtsbäume noch zu sehen. 

Ich erinnere mich als Kind, dass die Krippe daheim bis zum 2. Februar stand. Das ist bzw. war die «alte Weihnachtszeit». So wie Ostern 40 Tage bis zur Himmelfahrt gefeiert wird, wurde Weihnacht 40 Tage bis zu Maria Lichtmess gefeiert. An diesem letzten Tag der alten Weihnachtszeit werden auch heute im Gottesdienst Kerzen gesegnet. Das verbindet Weihnachten mit Ostern, denn Jesus ist als Licht in der Welt erschienen und in der Osternacht symbolisiert die leuchtende Osterkerze Jesus als Licht der Welt.

Einen Tag später, am 3. Februar, wird dem Hl. Bischof Blasius gedacht. Sein Name verbindet sich mit einer besonderen Segnung: Mit zwei brennenden Kerzen werden die Gläubigen gesegnet, gegen alle möglichen Halsleiden und Krankheiten. Das geht auf die Legende zurück, dass Bischof Blasius einem Knaben das Leben zurückgegeben hat, der an Fischgräten erstickt war, welche im Hals des Knaben steckengeblieben sind.

Feiern auch Sie mit uns diese bedeutungsvollen Zeichen des Glaubens am Sonntag, 1. Februar, in den Kirchen unseres Pastoralraumes, in Burgdorf, Langnau und Utzenstorf.

Sie können auch Ihre Kerzen zur Segnung in die Kirche bringen und vorne beim Altar hinlegen zur Segnung sowie am Schluss des Gottesdienstes den Blasiussegen empfangen:

Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich Gott vor allen Halskrankheiten. Er schenke dir Gesundheit an Leib und Seele, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.