In der Pfarrei Bruder Klaus Bern fand am 17. Januar die zweite Pfarreisynode statt.
Christian Geltinger
Alle fünf Glocken läuteten am Samstagmittag, um die Gläubigen zur Pfarreisynode einzuladen. «Das passiert nur bei einem grossen Ereignis», so Pfarrer Nicolas Betticher. Und ein solches sei die Pfarreisynode, die in Anlehnung an die Weltsynode in Rom zum zweiten Mal in der Pfarrei Bruder Klaus stattgefunden hat. Etwa 70 Mitglieder sind dem Ruf gefolgt.
Plan für fünf Jahre
In dem Bewusstsein, dass man die globalen Fragen der Kirche nur bedingt vor Ort lösen kann, hat man die konkreten Themen des Pfarreilebens in den Mittelpunkt gestellt, von Logistik bis Liturgie, von Seniorenarbeit bis Sprachgemeinschaft, von Katechese über Kirchenmusik bis hin zu Kommunikation, von Ministrant:innen bis Kirchgemeinderat. Man hat Vorhandenes auf den Prüfstand gestellt und Bewährtes weitergedacht. Ziel ist ein Plan für die Arbeit der nächsten fünf Jahre.
Jeder und jede ist gleich wichtig
Jeder und jeder sei gleich wichtig, so Pfarrer Betticher. «Die Idee ist, dass ich jetzt schweige bis zum Schluss, was ungewöhnlich genug ist», sagt er mit einem Schmunzeln. Und in der Tat funktioniert eine lebendige Gemeinde nur dann, wenn jeder und jede seinen/ihren Platz hat und seine Verantwortung wahrnimmt, gehört wird und mitgestalten darf. Die Zeiten der «One-Man-Show» sind vorbei.
Atmosphäre des Zuhörens
Die Arbeitskreise standen unter dem Leitstern des Heiligen Geistes, der jeweils in Gestalt des Lichts einer brennenden Kerze präsent war, und waren geprägt von der Atmosphäre des gemeinsamen Zuhörens. Die Ergebnisse wurden daraufhin dokumentiert und priorisiert. Der Plan, den das Team der Pfarrei Bruder Klaus auf dieser Basis erstellen wird, wird dann den Pfarreimitgliedern nochmals zur Vernehmlassung vorgelegt, bevor er umgesetzt werden soll.
Engagiert und umtriebig
Es war ein engagierter und umtriebiger Nachmittag. Jeder Teilnehmende hatte die Chance, an drei verschiedenen Ateliers mitzudiskutieren. Wichtig wird jetzt sein, dass die Ergebnisse in eine nachhaltige Arbeit münden. Pfarreileben funktioniert nur dann, wenn alle mitmachen und sich einbringen. Für den Nachmittag ist dieses Projekt aufgegangen, alles andere wird sich bei der nächsten Synode zeigen, wenn der Plan 2026 auf den Prüfstand kommt.