«Wahnsinn! Das ist ja nicht normal!», ruft ein Freund von mir, wenn ihn etwas begeistert oder ärgert. – Doch was ist eigentlich normal? Und ab wann ist die Grenze zum Wahnsinn überschritten?
Im Lauf der Zeit wurde «Wahnsinn» als göttliche Strafe und dämonische Besessenheit, als Verlust der Vernunft oder als Ausdruck genialer Kreativität interpretiert. Mittlerweile wird der Begriff durch klinische Diagnosen wie Schizophrenie, Psychose oder bipolare Störung ersetzt.
Liest man die Bibel als kulturgeschichtliche Quelle, stösst man auf fast alle psychischen Erkrankungen – von Angst und Depression über Sucht, Traumata und Grössenfantasien bis hin zu Kontrollverlust und Stimmenhören. Diese Zustände werden nicht abstrakt, sondern in Geschichten beschrieben. Heilung kann dabei bedeuten, dass jemand «wieder Handlungsspielraum, Sinn und Zukunft gewinnt», sagen Claudia und Simone Paganini im Interview.
Pascale Wetzlinger hat in Bern-Bümpliz ihren eigenen Sarg gezimmert. Sich mit dem Tod zu beschäftigen, hat sie zu einer neuen Berufsausbildung geführt, weil sie ihr Leben «nicht mehr mit Nichtigkeiten verbringen möchte». Warum sie weiterhin freiwillig in der «Heiteren Sargwerkstatt» mitarbeitet, lesen Sie im Artikel.
Seit 1977 bestimmt das Welterbekomitee, welche Kulturund Naturstätten für die ganze Menschheit wertvoll sind und geschützt werden sollen. Seit 25 Jahren gehört die Region Jungfrau-Aletsch zum UNESCO-Weltnaturerbe. Hier erfahren Sie, was eine Klasse aus Büren an der Aare entdeckte, als sie dieses Gebiet im World Nature Forum – samt Gletscherfloh – unter die Lupe nahm.
Anouk Hiedl,
«pfarrblatt»-Redaktorin