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Internationaler Tag für psychische Gesundheit

Die Würde jedes Menschen auchten

Dorothea Wyss, Katechetin mit Zusatz HRU, Pastoralraum Berner Oberland

Der 10. Oktober erinnert uns daran, wie wichtig psychische Gesundheit ist. Er soll das Bewusstsein für psychische Erkrankungen stärken und helfen, Vorurteile abzubauen. Durch meine Arbeit in der Unterstützung von Menschen mit geistigen Behinderungen durfte ich erfahren, wie unterschiedlich sich psychische Erkrankungen zeigen können – etwa durch Ängste, Traurigkeit, Stimmungsschwankungen, Grübeln, Rückzug oder Schlafprobleme. Psychische Gesundheit betrifft uns alle. Deshalb ist es wichtig, gut auf sich selbst zu achten: durch gesunde Ernährung, Bewegung, Ruhe und Entspannung, soziale Kontakte und Zeit für Dinge, die Freude bereiten.

Als überzeugte Christin glaube ich, dass Gott jeden Menschen bedingungslos liebt – unabhängig von seinen Fähigkeiten, seinem Lebensweg oder seiner aktuellen Situation. In ­Römer 15,2 heisst es: «Jeder von uns soll dem Nächsten zum Wohl dienen, zu seinem Besten und zur Erbauung.»

Meine Arbeitsstelle möchte dazu beitragen, Menschen mit psychischen Erkrankungen Aufmerksamkeit, Unterstützung und Begegnung zu ermöglichen. Ein Beispiel dafür ist das überregionale Treffen von Wohngruppen am 24. Oktober im reformierten Kirchgemeindehaus Matten. Wir möchten Verantwortung übernehmen, die Würde jedes Menschen achten und uns für ein vorurteils-, barrierefreies und inklusives Miteinander einsetzen. «Wir streben danach, eine Kirche zu sein, die den Menschen dient.» Das bedeutet für mich auch: eine offene und inklusive katholische Kirche zu sein, in der jeder Mensch willkommen ist. Weitere Informationen finden Sie auf kathbern.ch, Region Bern Oberland, Fachseelsorge für erwachsene Menschen mit einer geistigen Behinderung.