Diese und ähnliche Aussagen haben wir um Weihnachten gehört. Vielleicht etwas trocken, oder doch faszinierend? Schon Goethe hat damit gerungen, ob man das «Wort» nicht mit Sinn, oder Geist, oder Tat übersetzen sollte. Und wie es allein mit dem «Wort im Anfang»ist, von dem wir wissen, dass Christus gemeint ist, so ist es mit dem «Wort Gottes», festgehalten in der Bibel. Ist es trocken, oder faszinierend?
«Bibel» heisst übersetzt das «Buch». Aber es ist eine Bibliothek 73 Bücher. Unsere Bibel wird oft «das Buch der Bücher» genannt, deswegen, weil es viele enthält und weil es eben «das» Buch schlechthin ist, die «Mutter aller Bücher», Grundanfang des Buchdrucks. … und die Zuwendung Gottes. Wie geht es Ihnen, wenn sie das Wort Bibel hören?
Heute, wenn ich «Bibel» höre, hüpft mir das Herz, ich sehe Farben, fremdländische Buchstaben, die Weltgeschichte steht mir vor Augen, ich erinnere unzählige Erlebnisse mit der Bibel (die Handgeschriebene jetzt im Staatsarchiv Bern; die Bibelausstellung, die besser Bibel-Geschmack oder Bibel-Parcours geheissen hätte; die Kinderevangeliare in Corona, Musik und Kunst – unendlich viel Lebendigkeit, Leben und Lebensweisheit.
Mit unserer Exerzitiengruppe kenne ich 26 Personen, die jeden Tag denselben Satz der Bibel lesen wie ich, über 2000 Menschen, die ich nicht kenne, in über 60 Gruppen tun dies noch dazu. Macht das nicht schwindelig? Theoretisch hätte man das im Stundengebet der kath. Kirche weltweit ebenso. In dieser Weise aufbereitet für den Alltag, heutig kurz, und mit gelegentlichem Austausch belebt und bewegt es neu. Willkommen zum täglichen dreifachen Angelusgebet, das uns an Weihnachten erinnert mit «Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft, sie empfinge vom Hl. Geist und das Wort ist Fleisch geworden». Möge es auch unter uns wohnen. Und, wenn sie wenig Zeit haben, hören sie einfach hin, wenn morgens, mittags, abends die Glocken den Angelus läuten. Und einen spannenden Sonntag des Wortes Gottes (3.So. iJK).