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Gebetswoche für die Einheit der Christen

Sie findet weltweit jeweils vom 18. bis 25. Januar statt.

Peter Daniels, Gemeindeleiter im Pastoralraum Emmental

Die Unterlagen für diese Gebetswoche wurden von den Gläubigen der Armenisch-apostolischen Orthodoxen Kirche zusammen mit ihren Brüdern und Schwestern der Armenisch-Katholischen und der evangelischen Kirche erarbeitet.

Als Leitgedanken wählten sie den Aufruf des Apostels Paulus an die Epheser 4,4: «Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung in eurer Berufung.» Die Bedeutung der Einheit innerhalb der Kirche wird in dieser Woche betont und zugleich werden wir aufgefordert, unserer Berufung würdig zu leben, mit Demut, Sanftmut, Geduld und Liebe. Die Einheit ist nicht nur ein theoretischer Begriff, sondern eine gelebte Realität, die unsere gemeinsame Sendung und Liebe zueinander stärkt.

Apostel Paulus hebt in diesem Vers die tiefe Einheit hervor, die die Kirche weltweit verbindet. Diese Einheit wurzelt in dem einen Geist und der einen Hoffnung, die alle Christ:innen in ­ ihrem Glauben verbinden. Die Jüngerinnen und Jünger Christi sind «ein Leib und ein Geist», vereint in einer einzigen Hoffnung. Die Kirche wird als Einheit bezeichnet, die die Grenzen der Geografie, der Nationalität, ethnischer Zugehörigkeit und Tradition überwindet. Der Heilige Geist stützt diese Gemeinschaft und befähigt sie, ihre Sendung zu erfüllen.

Seit 1966 wird die Gebetswoche für die Einheit der Christen, deren Ursprünge bereits auf das Jahr 1910 zurückgehen, vom Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen und von der Kommission Glaube und Kirchenverfassung des Ökumenischen Rates der Kirchen vorbereitet. Jedes Jahr werden die Texte von einer anderen Region der Welt verfasst.