Das stimmt so nicht: Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil in den 1960er-Jahren darf die Messe in der römisch-katholischen Kirche offiziell in der jeweiligen Landessprache gefeiert werden.
Das bedeutet: In der Schweiz finden Gottesdienste je nach Region beispielsweise auf Deutsch, Französisch oder Italienisch statt. So können die Gläubigen die Texte, Gebete und Lesungen besser verstehen und aktiv mitfeiern.
Latein hat in der katholischen Kirche dennoch weiterhin einen besonderen Stellenwert. Es ist die ursprüngliche liturgische Sprache der römisch-katholischen Kirche und gilt als solche offiziell bis heute.
In der Praxis werden die meisten Gottesdienste jedoch in der Sprache der jeweiligen Gemeinde gefeiert. Lateinische Messen gibt es nach wie vor, sie sind heute aber eher die Ausnahme.