Das ist ein verbreitetes Klischee – aber es stimmt nicht.
Die römisch-katholische Kirche ist nicht gegen Wissenschaft. Im Gegenteil: Innerhalb kirchlicher Institutionen und Bildungszentren leisteten Theolog:innen, Geistliche und Gelehrte im Lauf der Geschichte wichtige Beiträge zur wissenschaftlichen Entwicklung – etwa in Astronomie, Medizin und Philosophie.
So war etwa der Begründer der Urknall-Theorie, Georges Lemaître, ein katholischer Priester. Doch kam es in der Geschichte auch zu heftigen Konflikten zwischen Kirche und Wissenschaft. Besonders prominent ist der Fall des italienischen Gelehrten und gläubigen Katholiken Galileo Galilei, dessen Theorien die katholische Kirche lange Zeit ablehnte.
Heute betont die katholische Kirche – etwa in der Enzyklika «Fides et Ratio» – klar: Glaube und Vernunft widersprechen sich nicht, sie ergänzen einander.