Langsam geht wieder ein aki-Jahr zu Ende. Eine der grössten Veränderungen in diesem Jahr war, dass seit vergangenem Sommer fünf junge Menschen über dem aki wohnen und für die Zeit ihres Studiums hier ein Zuhause gefunden haben.
Dass dies möglich wurde, ist keineswegs selbstverständlich: Im aki hatten wir zufällig erfahren, dass die früheren Mieter:innen im 2. Obergeschoss ausziehen würden. Und so hatten wir direkt unser Interesse angemeldet, in Zukunft Studierende hier einzuquartieren. Bis es aber so weit war, dass wir von allen involvierten Parteien grünes Licht hatten und der Mietvertrag unterschrieben werden konnte, brauchte es noch einige Abklärungen: Wer bezahlt die Miete, wenn wir nicht per sofort «passende» Studierende finden, die hier einziehen werden – die Wohnung also einige Monate ganz oder teilweise leer bleibt? Und wird die zusätzliche Betreuung einer Wohngemeinschaft überhaupt in unserem Arbeitspensum Platz haben, oder müssen wir woanders Abstriche machen?
Eine gewisse Skepsis der aki-Wohngemeinschaft gegenüber war anfangs gut spürbar. Also verfassten wir ein Konzept und führten Gespräche, sodass offene Fragen geklärt werden konnten – das Vertrauen in das Projekt wuchs, und letztlich zeigte sich, wie wertvoll es ist, wenn ganz unterschiedliche Menschen ein Haus wie das aki mittragen:
Um die finanziellen Risiken abzufangen, spendete einerseits der aki-Freundeskreis (ein Verein zur moralischen und materiellen Unterstützung des aki) einen Beitrag zur neuen WG. Und andererseits verdanken wir es den Jesuiten, dass wir die Wohngemeinschaft realisieren konnten: Bis 2009 gehörte ihnen das aki, sie wohnten hier und betrieben die Hochschulseelsorge. Als sie sich aus Bern zurückzogen und das aki an die Landeskirche überging, hinterliessen sie dem aki ein Konto zur finanziellen Absicherung «besonderer Projekte». Ein Konto, das über viele Jahre nie angezapft werden musste – jetzt aber als «Defizitgarantie» dienen konnte: Würden alle Stricke reissen und unerwartete Kosten entstehen, hätte man notfalls hier Geld beziehen können.
Glücklicherweise wird das nicht nennenswert der Fall sein. Die Zimmer sind vermietet, die jungen Bewohner:innen glücklich. Und wir haben (einmal mehr) gesehen, wie wertvoll es ist, Menschen um sich zu haben, die einem wohlgesinnt sind und die unterstützen, wenn es darauf ankommt.
Als kleines Zeichen unserer Dankbarkeit haben wir deshalb gemeinsam mit drei der neuen WG-Bewohner:innen an der Hauswand ein Aprikosenspalier gepflanzt und ein Schild angebracht: «Zum Dank an den aki-Freundeskreis und den Jesuitenorden, welche durch ihre grosszügige Unterstützung die Gründung der aki-WG ermöglicht haben.»