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Christlicher Glaube bedeutet nicht, alles unkritisch hinzunehmen. Foto: unsplash

«Als Katholik:in muss man an alles glauben, was die Kirche sagt»

Mythos oder Wahrheit? - Unsere aktuelle Jahresserie klärt Fragen rund um die katholische Kirche.


Das stimmt so nicht: Die römisch-katholische Kirche unterscheidet verschiedene Formen der Lehre. Nicht alle haben denselben Verbindlichkeitsgrad. Zentrale Glaubenswahrheiten – etwa die Auferstehung Jesu oder die Bedeutung der Sakramente – gelten als verbindlich für den Glauben. 

Daneben gibt es jedoch auch Lehren und Haltungen, die sich im Laufe der Zeit entwickelt haben und innerhalb der Kirche diskutiert werden. Das zeigt sich beispielsweise bei Themen wie der Sexualität, der Rolle der Frau oder bei medizinethischen Fragen. 

Christlicher Glaube bedeutet nicht, alles unkritisch hinzunehmen. Es geht darum, den Glauben mit Herz, Verstand und Gewissen zu leben – auch im Ringen um Antworten. Zweifel und Fragen gehören zum Glauben. Sie sind kein Zeichen von Schwäche, sondern Ausdruck einer persönlichen und ernsthaften Auseinandersetzung.


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