Falls Sie in den vergangenen 17 Jahren im aki zu Besuch waren, ist die Chance gross, dass Sie im Sekretariat mit einem herzlichen Lächeln und einem warmen «Chani ehne häufe?» begrüsst wurden.
Über viele Jahre hinweg war Beatrice die eine, grosse Konstante im aki: Als sie 2009 ihre Stelle im Sekretariat antrat, gehörte das Haus noch den Jesuiten, welche die katholische Hochschulseelsorge in Bern gegründet und während Jahrzehnten betrieben haben. Bald erlebte sie ihre erste grosse Veränderung, als sich der Jesuitenorden zurückzog und das aki an die Landeskirche überging. Als ich 2013 mein Studium begann und erstmals ins aki kam, war Beatrice schon hier, und als ich 2017 aki-Praktikant wurde, lernte ich sie als Teammitglied besser kennen und dank ihrer zugänglichen und wohlwollenden Art sofort auch schätzen. Als 2018 gleich beide theologischen Mitarbeiter:innen gleichzeitig aufhörten und ein neues Seelsorge-Team das aki zu prägen anfing, war sie die Person, die für Kontinuität sorgte und sicherstellte, dass wichtiges Know-how weitergegeben wurde. Weitere Wechsel im Team folgten, die Coronapandemie kam und ging. Beatrice blieb.
Als ich im Herbst 2022 nach einigen Jahren in Deutschland zurück in die Schweiz kam und meine Stelle als Leiter im aki antrat, war es in vielerlei Hinsicht Beatrice, die mir beim Ankommen half: Sie konnte mir sagen, wer diese und jene Ansprechperson ist, wie man dieses und jenes Problem lösen könnte oder wie frühere Leitungspersonen an Herausforderungen herangegangen waren. In unseren Teamsitzungen wird im neuen Jahr eine wichtige Stimme fehlen. Natürlich wegen ihres grossen Erfahrungsschatzes, aber auch wegen der menschlichen Seite: immer wohlwollend und mit Tipps und Vorschlägen zur Stelle, aber auch nach 17 Jahren bereit, sich auf neue Ideen aus dem Team einzulassen und sich nicht am Alten festzuklammern. Ob ich das nach so langer Zeit könnte, ohne insgeheim zu denken, dass ich eigentlich doch alles besser wisse?
Es ist kein Zufall, dass Beatrice zum Ende ihrer Zeit im aki noch einmal von zahlreichen Weggefährten besucht wurde, die sich persönlich von ihr verabschieden wollten. Ob aktuelle oder ehemalige Studierende, kirchliche Mitarbeiter:innen, Menschen aus dem aki-Freundeskreis – es war schwer, für unser kleines Abschiedsfest alle «abzuwimmeln», weil Beatrice einen Abschied ohne grosses Aufsehen gewünscht hatte. So haben wir sie ganz schlicht beim teaminternen Raclette verabschiedet und ihr für die grosse Arbeit im aki gedankt – mit einem Korb voller Geschenke und Ideen für den bevorstehenden Ruhestand.
Obwohl wir dich hier vermissen werden, hoffen wir, dass du den verdienten Ruhestand richtig geniessen kannst. Danke für alles, Beatrice!