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aki trifft aki

Aki-Kolumne von Benjamin Svacha

Ende Mai ging das Semester an der Universität Bern zu Ende. Keine Vorlesungen mehr, «nur» noch Prüfungen und Abschlussarbeiten. Im aki finden keine Mittagstische und keine Abendveranstaltungen mehr statt, mit jeder Woche kommen noch weniger Studierende ins Haus. Wenn Sie diese Zeilen lesen, ist das aki bereits ganz geschlossen und völlig in seinem «Sommerschlaf» versunken, bevor wir im August aufs Neue unsere Türen öffnen und das Leben zurückkehren wird.

Diese ruhige Phase bietet etwas Luft, um auch einmal ein spontaneres Projekt anzugehen. So war kürzlich das aki Zürich, mit dem uns historisch viel verbindet, in Bern zu Besuch. Das Zürcheraki wird vom Jesuitenorden getragen, und auch das Berner aki gehörte von 1947 bis 2009 den Jesuiten, die hier lebten und wirkten. 

Ein schönes Treffen, das Einblicke in eine uns bestens bekannte Lebenswelt gab: Junge Menschen, die gemeinsam auf dem Weg sind, interessiert an Begegnungen und Austausch, neugierig, eine andere Stadt und ein anderes aki kennenzulernen. Gemeinsam schlenderten wir durch das hochsommerliche Bern, genossen ein Eis und grillierten am Abend im aki-Garten mit einer Gruppe von rund 20 Personen. Ein unkompliziertes und auch dadurch wertvolles Zusammensein, mit Studierenden beider akis, für einmal ohne klares Ziel oderdas Gefühl, damit irgendetwas «erreichen» zu müssen.

Natürlich wird bei so einem Treffen auch spürbar, wo sich lokale akis unterscheiden: So wurdeich beispielsweise gefragt, ob wir denn bei uns keinen Priester hätten, um eigene Gottesdienste zu feiern. Da das aki Zürich von Jesuiten geleitet wird, sind regelmässige Eucharistiefeiern eine Selbstverständlichkeit – gleichzeitig ist es für uns ganz selbstverständlich, dass wir Taizéfeiern, einen Semesterstartgottesdienst oder unser wöchentliches Teamgebet ohne anwesenden Priester durchführen. Dafür sind wir bei den meisten spirituellen (und auch nicht-spirituellen) Angeboten stark ökumenisch ausgerichtet und arbeiten eng mit der reformierten Hochschulseelsorge zusammen.

So schauen wir dankbar auf dieses Treffen zurück: Ein gemeinsamer Sommertag, neue Bekanntschaften und viel Austausch, bei dem man spürte, was uns als akis untereinander verbindet – ohne deshalb deckungsgleich sein zu müssen. Für mich ist das gerade stimmig so: Zu wissen, dass uns nicht nur historisch, sondern auch heute noch über die Stadtgrenzen hinweg vieles verbindet – aber auch zu sehen, dass sich Orte wie eine Hochschulseelsorge eigenständig entwickeln können, damit es für den jeweiligen Ort und die dortigen Umstände ideal passt.

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